Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Nachhaltige Renaturierung von Kalkmagerrasen in Zeiten des Globalen Wandels”

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Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie

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Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Nachhaltige Renaturierung von Kalkmagerrasen in Zeiten des Globalen Wandels”

Forschung

Die Ergebnisse der zweijährigen Voruntersuchung dienten als Vorbereitung bzw. Grundlage der Maßnahmenumsetzung im E+E-Hauptvorhaben. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Hauptvorhabens sind weitere Studien geplant. Im Folgenden werden die bereits durchgeführten Untersuchungen vorgestellt und ein Ausblick auf zukünftige Studien gegeben.


Evaluation der bereits durchgeführten Maßnahmen

Zentraler Bestandteil der Vorstudie war die Evaluation der bereits durchgeführten Maßnahmen innerhalb der Kalkmagerrasen des Diemeltals. Unsere Analysen verdeutlichen, dass die Entbuschungsflächen auf vielfältige Weise eine Bereicherung für die Kalkmagerrasen-Komplexe darstellen. So tragen sie unter anderem zu einer höheren Habitatheterogenität bei, die als Schlüsselfaktor für eine hohe Artenvielfalt angesehen wird. Die Entbuschungsflächen mit ihrer relativ hohen und dichten Vegetation sind aber auch aus Sicht des Klimawandels ein Gewinn, da sie aufgrund des kühleren Mikroklimas dürreempfindlichen Arten Ausweichmöglichkeiten bieten. Bemerkenswert sind zudem die Vorkommen einiger seltener Pflanzenarten wie dem Aufrechten und Deutschen Ziest (Stachys recta und Stachys germanica) sowie der hohe Anteil an Pollenquellen für spezialisierte Wildbienenarten. Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass die Entbuschungsflächen von zahlreichen Zikadenarten besiedelt werden. Insbesondere Saumbewohner, also Arten, die sich gerne in einer dichten Krautschicht aufhalten, traten hier auf. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der regelmäßige Nachweis der Majoranblattzikade (Eupteryx origani). Die wärmeliebende Art gilt in Deutschland als stark gefährdet (Nickel et al. 2016).

Die zukünftigen Entbuschungsmaßnahmen sollten sich möglichst auf flachgründige, aber nicht zu steile Hänge (≤ 40°) konzentrieren. Vorteilhaft sind darüber hinaus geringe Nährstoffgehalte und eine gute Besonnung. Auf derartigen Standorten sind die Chancen am größten, dass sich typische Kalkmagerrasenarten und charakteristische Arten der wärmeliebenden Säume ansiedeln werden.

Quellen:

Poniatowski, D., Stuhldreher, G., Helbing, F., Hamer, U. & T. Fartmann (2020): Restoration of calcareous grasslands: The early successional stage promotes biodiversity. Ecological Engineering 151: 105858. doi: 10.1016/j.ecoleng.2020.105858

Helbing, F., Fartmann, T. & D. Poniatowski (2021): Restoration measures foster biodiversity of important primary consumers within calcareous grasslands. Biological Conservation 256: 109058. doi: 10.1016/j.biocon.2021.109058


Entwicklung und Erprobung von Methoden zum Insektenübertrag

Die Übertragung von Insekten (Wirbellosen) zur Wiederherstellung typischer Lebensgemeinschaften ist bislang nicht im Fokus der Renaturierungsökologie. Häufig wird angenommen, dass sich die typischen Tiergemeinschaften wieder einstellen werden, wenn sich die typische Vegetation entwickelt hat. In unseren stark fragmentierten Landschaften ist für viele Arten eine eigenständige Wiederbesiedelung aber häufig nicht möglich. Insbesondere wenig mobile Arten sind nicht in der Lage, isolierte Flächen zu erreichen. Abhilfe kann ein Insektenübertrag schaffen.

Eine geeignete und zunehmend eingesetzte Methode zur Erfassung von Wirbellosen ist die Verwendung eines modifizierten Laubsaugers mit einem am Rohrende angebrachten Gazebeutels. Diese Methode hat im Vergleich zum Kescher den Vorteil, dass mit geringem Aufwand eine hohe Anzahl an Individuen erfasst werden kann. Setzt man einen Sauger zur Erfassung von Wirbellosen ein, ist allerdings davon auszugehen, dass ein Teil der gefangenen Individuen im Beutel stirbt. Bislang gibt es hierzu aber keine Erfahrungen. Um dieses Wissensdefizit zu beheben, wurden im Rahmen der Vorstudie Methoden zur Übertragung von Wirbellosen erprobt und entwickelt.

Unsere Studie belegt, dass die Sterblichkeit der untersuchten Wirbellosen generell gering war. Über 90 % der gefangenen Tiere überlebten die Erfassung und auch die anschließende Hälterung (1 bis 3 Stunden). Allerdings war die Überlebensrate von verschiedenen Faktoren wie (i) der Hälterungszeit, (ii) den Hälterungsbedingungen und (iii) der Artengruppe abhängig. So überlebten nahezu alle der gefangenen Käfer und Wanzen die Prozedur. Demgegenüber hatten Spinnen und Zikaden eine deutlich höhere Sterblichkeit. Die Sterblichkeit stieg mit zunehmender Hälterungszeit an und konnte durch die Verwendung einer Kühlbox etwas gesenkt werden.

Der Einsatz eines Motorsaugers ist folglich ein geeignetes Hilfsmittel für den Insektenübertrag. Um die Sterblichkeit der sensiblen Artengruppen zu reduzieren, empfehlen wir die Verwendung einer Kühlbox. Zudem sollten die gefangenen Tiere möglichst zeitnah auf die Renaturierungsflächen übertragen werden.

Quelle: Helbing, F., Fartmann, T. & D. Poniatowski (2020): Suction samplers are a valuable tool to sample arthropod assemblages for conservation translocation. Entomologia Experimentalis et Applicata 168: 688-694. doi: 10.1111/eea.12952


Zukünftige Studien

Ein weiterer Bestandteil der Voruntersuchung war die Erfassung des Ist-Zustandes der zu entbuschenden Flächen im Warmetal (siehe Maßnahmen). Damit die Auswirkungen der Renaturierungsmaßnahmen bewertet werden können, ist es wichtig, den Zustand der Flora und Fauna vor der Entbuschung zu kennen. Als Untersuchungsobjekte dienen Heuschrecken sowie ausgewählte Tagfalter- und Pflanzenarten (= Zielarten). In der unmittelbaren Umgebung der Entbuschungsflächen konnten noch einige Zielarten nachgewiesen werden. Wir schätzen das Renaturiergungspotential daher als sehr hoch ein.

Ab Frühjahr 2020 werden wir die Renaturierungsflächen regelmäßig aufsuchen und überprüfen, welche Zielarten sich dort angesiedelt haben. Das Monitoring wird sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken.

Im Rahmen einer weiteren Studie soll evaluiert werden, inwieweit ein Mahdgut- und Insektenübertrag auf ausgewählten Renaturierungsflächen zur Wiederansiedlung typischer Tier- und Pflanzenarten beitragen kann.

Einrichtung
Um die Vegetationsentwicklung auf renaturierten Flächen mit verbuschten und gut gepflegten Kalkmagerrasen vergleichen zu können, haben wir 100 Monitoringflächen installiert. Sie verteilen sich über das gesamte Projektgebiet. Foto: Dominik Poniatowski

tiefgruendigkeit
Auf jeder Monitoringfläche werden diverse Umweltfaktoren erfasst (u.a. Stickstoffgehalt, pH-Wert, Exposition, Inklination sowie Vegetationshöhe und -deckung). Hier wird gerade mit einem Tiefgründigkeitsmesser die Mächtigkeit des durchwurzelbaren Oberbodens gemessen. Foto: Dominik Poniatowski

Motorsauger
Ein umgebauter Laubsauger ist ein bewährtes Hilfmittel zur Erfassung von Insekten und Spinnentieren, die bodennah oder auf dem Boden leben. Foto: Dominik Poniatowski

Kescher
Ergänzend zum Motorsauger nutzen wir auch Streifkescher zur Erfassung von Insekten. Mit dem Streifkescher lassen sich insbesondere die in der Krautschicht lebenden Arten sehr gut nachweisen. Foto: Felix Helbing

Erfassung
Je nach Tiergruppe wenden wir sehr unterschiedliche Erfassungsmethoden an. Hier wird zum Beispiel ein klar definierter Bereich nach Ameisen abgesucht. Eine Wiederholbarkeit ist somit auch zu einem späteren Zeitpunkt oder in einem anderen Gebiet möglich. Foto: Dominik Poniatowski

thermologger
Mit Hilfe von Thermologgern kann das Mikroklima sehr genau ermittelt werden. Hier messen wir zum Beispiel die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit am Überwinterungsort eines Schmetterlings. Die Daten lassen Rückschlüsse über die ökologischen Ansprüche der Art zu. Foto: Gregor Stuhldreher


Veröffentlichungen der Arbeitsgruppe (Auswahl)

Insektenrückgang

Samways, M.J., ..., Fartmann, T. et al. (2020): Solutions for humanity on how to conserve insects. Biological Conservation 242: 108427. doi: 10.1016/j.biocon.2020.108427

Cardoso, P., ..., Fartmann, T. et al. (2020): Scientists’ warning to humanity on insect extinctions. Biological Conservation 242: 108426. doi: 10.1016/j.biocon.2020.108426

Harvey, J.A., ..., Fartmann, T. et al. (2020): International scientists formulate a roadmap for insect conservation and recovery. Nature Ecology & Evolution 4: 174–176. doi: 10.1038/s41559-019-1079-8

Fartmann, T., Poniatowski, D., Stuhldreher, G. & M. Streitberger (2019): Insekten­rückgang und -schutz in den fragmentierten Landschaften Mitteleuropas. Natur und Landschaft 94: 261–270.

Globaler Wandel: Habitatfragmentierung und Metapopulationsökologie

Fartmann, T., Stuhldreher, G., Streitberger, M., Löffler, F. & D. Poniatowski (2021): Aussterbeschuld: zeitverzögertes Aussterben von Arten. Ein bislang in der Naturschutzpraxis kaum berücksichtigtes Phänomen. Naturschutz und Landschaftsplanung 53 (5): 14–19.

Löffler, F., Poniatowski, D. & T. Fartmann (2020): Extinction debt across three taxa in well- connected calcareous grasslands. Biological Conservation 246: 108588. doi: 10.1016/j.biocon.2020.108588

Löffler, F., Poniatowski, D. & T. Fartmann (2019): Orthoptera community shifts in response to land-use and climate change – Lessons from a long-term study across different grassland habitats. Biological Conservation 36: 215–232.
doi: 10.1016/j.biocon.2019.05.058

Münsch, T., Helbing, F. & T. Fartmann (2019): Habitat quality determines patch occupancy of two specialist Lepidoptera species in well-connected grasslands. Journal of Insect Conservation 23: 247–258.
doi: 10.1007/s10841-018-0109-1

Poniatowski, D., Stuhldreher, G., Löffler, F. & T. Fartmann (2018): Patch occupancy of grassland specialists: habitat quality matters more than habitat connectivity. Biological Conservation 225: 237–244.
doi: doi.org/10.1016/j.biocon.2018.07.018

Fartmann, T. (2017): Überleben in fragmentierten Landschaften – Grundlagen für den Schutz der Biodiversität Mitteleuropas in Zeiten des globalen Wandels. Naturschutz und Landschaftsplanung 49 (9): 277–282.

Löffler, F. & T. Fartmann (2017): Effects of landscape and habitat quality on Orthoptera assemblages of pre-alpine calcareous grasslands. Agriculture, Ecosystems and Environment 248: 71–81.
doi: 10.1016/j.agee.2017.07.029

Helbing, F., Fartmann, T. , Löffler, F. & D. Poniatowski (2017): Effects of local climate, landscape structure and habitat quality on leafhopper assemblages of acidic grasslands. Agriculture, Ecosystems and Environment 246: 94–101.
doi: 10.1016/j.agee.2017.05.024

Poniatowski, D., Löffler, F., Stuhldreher, G., Borchard, F., Krämer, B. & T. Fartmann (2016): Functional connectivity as an indicator for patch occupancy in grassland specialists. Ecological Indicators 67: 735–742.
doi: 10.1016/j.ecolind.2016.03.047

Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2014): When habitat management can be a bad thing – Effects of habitat quality, isolation and climate on a declining grassland butterfly. Journal of Insect Conservation 18: 965–979.
doi: 10.1007/s10841-014-9704-y

Krämer, B., Poniatowski, D. & T. Fartmann (2012): Effects of landscape and habitat quality on butterfly communities in pre-alpine calcareous grasslands. Biological Conservation 152: 253–261. doi: 10.1016/j.biocon.2012.03.038

Poniatowski, D. & T. Fartmann (2010): What determines the distribution of a flightless bush-cricket (Metrioptera brachyptera) in a fragmented landscape? Journal of Insect Conservation 14: 637–645.
doi: 10.1007/s10841-010-9293-3

Eichel, S. & T. Fartmann (2008): Management of calcareous grasslands for Nickerl's fritillary (Melitaea aurelia) has to consider habitat requirements of the immature stages, isolation, and patch area. Journal of Insect Conservation 12: 677–688. doi: 10.1007/s10841-007-9110-9

Fartmann, T. (2006): Oviposition preferences, adjacency of old woodland and isolation explain the distribution of the Duke of Burgundy butterfly (Hamearis lucina) in calcareous grasslands in central Germany. Annales Zoologici Fennici 43: 335–347.

Anthes, N., Fartmann, T., Hermann, G. & G. Kaule (2003): Combining larval habitat quality and metapopulation structure - the key for successful management of prealpine Euphydryas aurinia colonies. Journal of Insect Conservation 7: 175–185. doi: 10.1023/A:1027330422958

Renaturierungsökologie

Helbing, F., Fartmann, T. & D. Poniatowski (2021): Restoration measures foster biodiversity of important primary consumers within calcareous grasslands. Biological Conservation 256: 109058. doi: 10.1016/j.biocon.2021.109058

Helbing, F., Fartmann, T. & D. Poniatowski (2020): Suction samplers are a valuable tool to sample arthropod assemblages for conservation translocation. Entomologia Experimentalis et Applicata 168: 688-694. doi: 10.1111/eea.12952

Poniatowski, D., Stuhldreher, G., Helbing, F., Hamer, U. & T. Fartmann (2020): Restoration of calcareous grasslands: The early successional stage promotes biodiversity. Ecological Engineering 151: 105858.
doi: 10.1016/j.ecoleng.2020.105858

Borchard, F., Härdtle, W., Streitberger, M., Stuhldreher, G., Thiele, J. & T. Fartmann (2017): From deforestation to blossom – Large-scale restoration of montane heathland vegetation. Ecological Engineering 101: 211–219.
doi: 10.1016/j.ecoleng.2017.01.039

Fartmann, T., Borchard, F. & S. Buchholz (2015): Montane heathland rejuvenation by choppering – Effects on vascular plant and arthropod assemblages. Journal for Nature Conservation 28: 35–44.
doi: 10.1016/j.jnc.2015.08.004

Helbing, F., Cornils, N., Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2015): Populations of a shrub-feeding butterfly thrive after introduction of restorative shrub cutting on formerly abandoned calcareous grassland. Journal of Insect Conservation 19: 457–464. doi: 10.1007/s10841-015-9766-5

Borchard, F., Buchholz, S., Helbing, F. & T. Fartmann (2014): Carabid beetles and spiders as bioindicators for the evaluation of montane heathland restoration on former spruce forests. Biological Conservation 178: 185–192.
doi: 10.1016/j.biocon.2014.08.006

Borchard, F. & T. Fartmann (2014): Effects of montane heathland restoration on leafhopper assemblages (Insecta: Auchenorrhyncha). Restoration Ecology 22: 749–757. doi: 10.1111/rec.12135

Borchard, F., Schulte, A. M. & T. Fartmann (2013): Rapid response of Orthoptera to restoration of montane heathland. Biodiversity and Conservation 22: 687–700. doi: 10.1007/s10531-013-0438-z

Störungsökologie

Streitberger, M. & T. Fartmann (2017): Bodenstörende Ökosystem-Ingenieure im mitteleuropäischen Grasland und ihre Bedeutung für die Biodiversität. Eine Analyse am Beispiel der Gelben Wiesenameise und des Europäischen Maulwurfs. Naturschutz und Landschaftsplanung 49 (8): 252–259.

Streitberger, M., Schmidt, C. & T. Fartmann (2017): Contrasting response of vascular plant and bryophyte species assemblages to a soil-disturbing ecosystem engineer in calcareous grasslands. Ecological Engineering 99: 391–399.
doi: 10.1016/j.ecoleng.2016.11.037

Streitberger, M. & T. Fartmann (2016): Vegetation heterogeneity caused by an ecosystem engineer drives oviposition-site selection of a threatened grassland insect. Arthropod-Plant Interactions. 10: 545–555.
doi: 10.1007/s11829-016-9460-x

Streitberger, M. & T. Fartmann (2015): Vegetation and climate determine ant-mound occupancy by a declining herbivorous insect in grasslands. Acta Oecologica 68: 43–49.
doi: 10.1016/j.actao.2015.07.004

Helbing, F., Blaeser, T.P., Löffler, F. & T. Fartmann (2014): Response of Orthoptera communities to succession in alluvial pine woodlands. Journal of Insect Conservation 18: 215–224.
doi: 10.1007/s10841-014-9632-x

Schirmel, J. & T. Fartmann (2014): Coastal heathland succession influences butterfly community composition and threatens endangered butterfly species. Journal of Insect Conservation 18: 111–120.
doi: 10.1007/s10841-014-9619-7

Streitberger, M., Rose, S., Hermann, G. & T. Fartmann (2014): The role of a mound-building ecosystem engineer for a grassland butterfly. Journal of Insect Conservation 18: 745–751.
doi: 10.1007/s10841-014-9670-4

Fartmann, T., Müller, C. & D. Poniatowski (2013): Effects of coppicing on butterfly communities of woodlands. Biological Conservation 159: 396–404.
doi: 10.1016/j.biocon.2012.11.024

Fleischer, K, Streitberger, M. & T. Fartmann (2013): The importance of disturbance for the conservation of a low-competitive herb in mesotrophic grasslands. Biologia 68: 398–403.
doi: 10.2478/s11756-013-0164-8

Löffler, F., Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2013): How much care does a shrub-feeding hairstreak butterfly, Satyrium spini (Lepidoptera: Lycaenidae), need in calcareous grasslands? European Journal of Entomology 110: 145–152.
doi: 10.14411/eje.2013.020

Streitberger, M. & T. Fartmann (2013): Molehills as important larval habitats for the Grizzled Skipper (Pyrgus malvae) in calcareous grasslands. European Journal of Entomology 110: 643–648.
doi: 10.14411/eje.2013.087

Fartmann, T., Krämer, B., Stelzner, F. & D. Poniatowski (2012): Orthoptera as ecological indicators for succession in steppe grassland. Ecological Indicators 20: 337–344.
doi: 10.1016/j.ecolind.2012.03.002

Streitberger, M., Hermann, G., Kraus, W. & T. Fartmann (2012): Modern forest management and the decline of the Woodland Brown (Lopinga achine) in Central Europe. Forest Ecology and Management 269: 239–248.
doi: 10.1016/j.foreco.2011.12.028

Schirmel, J., Mantilla-Contreras, J., Blindow, I. & T. Fartmann (2011): Impacts of succession and grass encroachment on Orthoptera in heathlands. Journal of Insect Conservation 15: 633–642.
doi: 10.1007/s10841-010-9362-7

Poniatowski, D. & T. Fartmann (2008): The classification of insect communities: Lessons from Orthoptera assemblages of semi-dry calcareous grasslands in central Germany. European Journal of Entomology 105: 659–671.
doi: 10.14411/eje.2008.090

Fartmann, T. (2006): Welche Rolle spielen Störungen für Tagfalter und Widderchen? In: Fartmann, T. & Hermann, G. (Hrsg.): Larvalökologie von Tagfaltern und Widderchen in Mitteleuropa. Abhandlungen des Westfälischen Museums für Naturkunde 68 (3/4): 259–270.

Fartmann, T. & Mattes, H. (2003): Störungen als ökologischer Schlüsselfaktor beim Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Abhandlungen des Westfälischen Museums für Naturkunde 65 (1/2): 131–148.

Larvalökologie von Tagfaltern, Widderchen und Heuschrecken

Salz, A. & T. Fartmann (2017): Larval-habitat preferences of a threatened butterfly species in heavy-metal grasslands. Journal of Insect Conservation
doi: 10.1007/s10841-017-9961-7

Streitberger, M. & T. Fartmann (2016): Vegetation heterogeneity caused by an ecosystem engineer drives oviposition-site selection of a threatened grassland insect. Arthropod-Plant Interactions. 10: 545–555.
doi: 10.1007/s11829-016-9460-x

Helbing, F., Cornils, N., Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2015): Populations of a shrub-feeding butterfly thrive after introduction of restorative shrub cutting on formerly abandoned calcareous grassland. Journal of Insect Conservation 19: 457–464.
doi: 10.1007/s10841-015-9766-5

Streitberger, M. & T. Fartmann (2015): Vegetation and climate determine ant-mound occupancy by a declining herbivorous insect in grasslands. Acta Oecologica 68: 43–49.
doi: 10.1016/j.actao.2015.07.004

Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2015): Oviposition site preferences of a declining butterfly Erebia medusa (Lepidoptera: Satyrinae) in nutrient-poor grasslands. European Journal of Entomology 112 (3): 493–499.
doi: 10.14411/eje.2015.067

Streitberger, M., Rose, S., Hermann, G. & T. Fartmann (2014): The role of a mound-building ecosystem engineer for a grassland butterfly. Journal of Insect Conservation 18: 745–751.
doi: 10.1007/s10841-014-9670-4

Stuhldreher, G., Hermann, G. & Fartmann, T. (2014): Cold-adapted species in a warming world – an explorative study on the impact of high winter temperatures on a continental butterfly. Entomologia Experimentata et Applicata 151: 270–279.
doi: 10.1111/eea.12193

Löffler, F., Stuhldreher, G. & T. Fartmann (2013): How much care does a shrub-feeding hairstreak butterfly, Satyrium spini (Lepidoptera: Lycaenidae), need in calcareous grasslands? European Journal of Entomology 110: 145–152.
doi: 10.14411/eje.2013.020

Streitberger, M. & T. Fartmann (2013): Molehills as important larval habitats for the Grizzled Skipper (Pyrgus malvae) in calcareous grasslands. European Journal of Entomology 110: 643–648.
doi: 10.14411/eje.2013.087

Krämer, B., Kämpf, I., Enderle, J., Poniatowski, D. & T. Fartmann (2012): Microhabitat selection in a grassland butterfly: a trade-off between microclimate and food availability. Journal of Insect Conservation 16: 857–865.
doi: 10.1007/s10841-012-9473-4

Stuhldreher, G., Villar, L. & T. Fartmann (2012): Inhabiting warm microhabitats and risk-spreading as strategies for survival of a phytophagous insect living in common pastures in the Pyrenees. European Journal of Entomology 109: 527–534.
doi: 10.14411/eje.2012.066

Wünsch, Y., Schirmel, J. & T. Fartmann (2012): Conservation management of coastal dunes for Orthoptera has to consider oviposition and nymphal preferences. Journal of Insect Conservation 16: 501–510.
doi: 10.1007/s10841-011-9436-1

Salz, A. & T. Fartmann (2009): Coastal dunes as important strongholds for the survival of the rare Niobe fritillary (Argynnis niobe). Journal of Insect Conservation 13: 643–654.
doi: 10.1007/s10841-009-9214-5

Möllenbeck, V., Hermann, G. & T. Fartmann (2009): Does prescribed burning mean a threat to the rare satyrine butterfly Hipparchia fagi? Larval-habitat preferences give the answer. Journal of Insect Conservation 13: 77–87.
doi: 10.1007/s10841-007-9128-z

Anthes, N., Fartmann, T. & G. Hermann (2008): The Duke of Burgundy butterfly and its dukedom: larval niche variation in Hamearis lucina across Central Europe. Journal of Insect Conservation 12: 3–14.
doi: 10.1007/s10841-007-9084-7

Eichel, S. & T. Fartmann (2008): Management of calcareous grasslands for Nickerl's fritillary (Melitaea aurelia) has to consider habitat requirements of the immature stages, isolation, and patch area. Journal of Insect Conservation 12: 677–688.
doi: 10.1007/s10841-007-9110-9

Fartmann, T. (2006): Oviposition preferences, adjacency of old woodland and isolation explain the distribution of the Duke of Burgundy butterfly (Hamearis lucina) in calcareous grasslands in central Germany. Annales Zoologici Fennici 43: 335–347.

Anthes, N., Fartmann, T., Hermann, G. & G. Kaule (2003): Combining larval habitat quality and metapopulation structure - the key for successful management of prealpine Euphydryas aurinia colonies. Journal of Insect Conservation 7: 175–185.
doi: 10.1023/A:1027330422958

Fartmann, T. & Mattes, H. (2003): Störungen als ökologischer Schlüsselfaktor beim Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Abhandlungen des Westfälischen Museums für Naturkunde 65 (1/2): 131–148.
doi: